Tiefenpsychologische Psychotherapie
oder Psychodynamische Therapie
Medizinisch fundiert. Persönlich begleitet.
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
(oft kurz „tiefenpsychologische Therapie“ oder psychodynamische Therapie genannt) basiert auf psychoanalytischen Ansätzen, ist aber meist kürzer und stärker auf aktuelle Probleme fokussiert als die klassische Psychoanalyse.
Ein zentraler Grundgedanke ist:
Ein zentraler Grundgedanke ist:
Unbewusste Konflikte und frühere Erfahrungen beeinflussen heute das Denken, Fühlen und Verhalten. Die Therapie versucht, diese Zusammenhänge bewusst zu machen.
Typische Arbeitsweisen:
- Gespräch über aktuelle Probleme z. B.
Ängste,
Depression,
Beziehungsprobleme - Verstehen von Mustern „Warum reagiere ich immer so?“
- Rückbezug auf frühere Erfahrungen v. a. Kindheit, wichtige Beziehungen
- Unbewusste Konflikte aufdecken, z. B.:
Autonomie vs. Abhängigkeit
Nähe vs. Distanz
Selbstwertprobleme - Übertragungsarbeit
Gefühle gegenüber wichtigen Personen zeigen sich auch im Verhältnis zum Therapeuten (z. B. Misstrauen, Angst vor Kritik)
Ziel: Einsicht + emotionales Verstehen → Veränderung
Wie ist die Therapie aufgebaut?
Die Therapie läuft strukturiert im Sitzen ab, aber mit viel Flexibilität. Wir sitzen uns auf Augenhöhe gegenüber.
strukturierter Therapieablauf
Anfangsphase (Probatorische Sitzungen)
- 2–4 Sitzungen
- Kennenlernen
- Diagnose und Zielklärung
- Klären: „Passt diese Therapieform für mich?“
Hauptphase
Es gibt unterschiedliche Formen:
Form | Dauer |
Kurzzeittherapie | ca. 12–24 Sitzungen |
Langzeittherapie | bis zu ca. 60–100 Sitzungen |
Meist 1 Sitzung pro Woche (50 Minuten)
Inhalte der Sitzungen
- freies Erzählen („Was beschäftigt Sie gerade?“)
- gezielte Fragen
- Deutung von Zusammenhängen
- Arbeit an Konflikten und Gefühlen
- manchmal Fokus auf konkrete Situationen im Alltag
Abschlussphase
- Rückblick auf Fortschritte
- Stabilisierung
- Vorbereitung auf Ende der Therapie
Wie hilft die Therapie konkret?
Die Wirkung entsteht durch mehrere Mechanismen:
1. Einsicht in innere Zusammenhänge
- Sie verstehen sich selbst besser
- „Aha-Momente“ über eigenes Verhalten
2. Emotionale Verarbeitung
- alte, unverarbeitete Gefühle werden zugänglich
- z. B. Trauer, Angst, Wut
3. Veränderung von Beziehungsmustern
- Sie erkennen wiederkehrende Muster
- … lernen, anders zu reagieren
4. Stärkung des Ich / Selbstwerts
- bessere Emotionsregulation
- stabileres Selbstbild
5. Symptomverbesserung
z. B. weniger:
- Angst
depressive Stimmung - psychosomatische Beschwerden
Wie gut ist die Prognose?
Die Prognose ist insgesamt gut, aber hängt von mehreren Faktoren ab.
Wirksamkeit generell
wissenschaftlich gut belegt
besonders hilfreich bei:
- Depressionen
- Angststörungen
- somatoformen Störungen
- Persönlichkeitsproblemen
Studien zeigen: eine deutliche Symptomverbesserungen und stabile Effekte auch nach Therapieende
Vorteile
Vorteile gegenüber rein symptomorientierten Therapien
- nachhaltigere Veränderungen der Persönlichkeit
- tiefere Einsicht in Ursachen
Was beeinflusst den Erfolg?
Positive Faktoren:
- gute Beziehung zum Therapeuten
- Motivation zur Selbstreflexion
- Bereitschaft, sich mit Gefühlen auseinanderzusetzen
Schwieriger bei:
- sehr akuten Krisen ohne Stabilität
- starker Vermeidung