Psychoanalyse

In guten Händen. In ihrem Tempo.

Die Psychoanalyse ist ein therapeutischer Ansatz, der ursprünglich von Sigmund Freud entwickelt wurde, aber inzwischen durch viele weiterentwickelt wurde. Sie geht davon aus, dass viele unserer Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen unbewusst gesteuert sind – oft durch frühere (häufig kindliche) Erfahrungen.

Psychoanalyse – Dr. med Carmen de Matos, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Grundprinzip:

Wie Psychoanalyse „arbeitet“ :

Die Psychoanalyse versucht, unbewusste Konflikte bewusst zu machen, damit sie verarbeitet werden können.

Zentrale Annahmen:

  • Es gibt ein Unbewusstes (verdrängte Wünsche, Ängste, Erinnerungen)
  • Psychische Probleme entstehen oft durch:
    unverarbeitete Konflikte
    frühkindliche Erfahrungen
  • Symptome (z. B. Angst, Depression) sind oft ein „Ausdruck“ dieser Konflikte

Ziel: Verstehen statt nur Symptome zu beseitigen

Wie eine Psychoanalyse abläuft

Setting

  • meist mehrmals pro Woche (klassisch 2–4 Sitzungen)
  • langfristig (oft 1–3 Jahre, manchmal länger)
  • Patient liegt häufig auf einer Couch, Therapeut sitzt dahinter

Typische Methoden

  • Freie Assoziation

Sie sagen alles, was Ihnen einfällt – ohne Zensur
→ hilft, unbewusste Inhalte sichtbar zu machen

  • Traumdeutung

Träume werden als „Königsweg zum Unbewussten“ gesehen
→ Symbole werden gemeinsam gedeutet

  • Übertragung

Gefühle gegenüber wichtigen Personen werden auf den Therapeuten übertragen
(z. B. Wut, Angst)

Das wird analysiert:

  • Wie reagiere ich in Beziehungen?
  • Welche Muster wiederholen sich?

Veränderungen entstehen durch:

  • Einsicht in eigene Muster und tiefes Verstehen
  • Bewusstwerden verdrängter Gefühle
  • Verarbeitung von Konflikten
  • neue Beziehungserfahrungen

Beispiel:

Jemand hat ständig Angst vor Ablehnung: →

In der Analyse zeigt sich: starke Kritik in der Kindheit
→ Durch das Verstehen und Durchleben kann sich das Muster lösen

Wofür Psychoanalyse geeignet ist

Gut geeignet bei:

  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Persönlichkeitsproblemen
  • wiederkehrenden Beziehungskonflikten
  • Identitätsfragen / Selbstwertproblemen

Weniger geeignet bei:

  • akuten Krisen (z. B. Suizidgefahr)
  • sehr schwere Psychosen (je nach Form)

Prognose (Wirksamkeit)

Kurz gesagt:

  • Wirksam, aber langsam
  • besonders nachhaltige Effekte

Was beeinflusst den Erfolg?

Forschung zeigt:

  • Psychoanalyse wirkt ähnlich gut wie andere Therapien bei vielen Störungen
  • oft langfristig stabilere Veränderungen als Kurzzeittherapien
  • Effekte können sogar nach Therapieende weiter zunehmen

Nachteile:

  • zeitaufwendig
  • erfordert hohe Motivation